laute angst, leise angst

Wenn ich mein Ohr aus dem Fenster halte, höre ich das Jammern. Ich denke, das müssen die Alten sein. Doch die sich so beklagen, rücksichtslos, unbedacht zu laut, das sind nicht die Alten. Die, die ich meine, das ist nicht die schöpferische, brodelnde Jugend, sondern diejenigen jungen, die ihr Schicksal aus der Hand gegeben haben. … Weiterlesen laute angst, leise angst

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(Zeit verbringen mit Sprechen)

Tut mir leid, dass ich unfreundlich zu dir war! Ich meine es gar nicht so. Ich bin doch nur unfreundlich, weil ich von dir genervt bin. Aber das heißt nicht, dass ich ein Problem mit dir habe. Oder dass du mich immer nervst. Nur, dass du mich gerade störst. Wenn ich am Ende eines Tages … Weiterlesen (Zeit verbringen mit Sprechen)

Nicht erfrischende Gespräche und langweiliges Nichtdenken

Ein erfrischendes Gespräch? mit Niemandem Tatsache ist, sie freut sich über jeden Schokoriegel, den man ihr kleines Kind schenkt, über jedes Kompliment egal worüber und woher, so sehr, dass sie danach stundenlang wie auf weichen High Heels geht und irgendwann beginnt, ihre Zukunft umplanen zu wollen, weil sie sich endlich gehört fühlt. Du findest, ich … Weiterlesen Nicht erfrischende Gespräche und langweiliges Nichtdenken

Die unehrliche Schreibunlust, die fehlende radikale Ehrlichkeit

Nur wer radikal ehrlich ist, sollte schreiben. Nur die ehrlich sind, möchte ich hören. Wann werde ich von mir selbst gekitzelt? Wann will ich schreiben? Ich dachte, ich kann's, wenn ich mich stark spüre. Stärke ist nicht Selbstbewusstsein. Stärke ist Kraft eines Gefühls, Helligkeit eines Gedanken. Wenn etwas in mir aufplatzt und sich meldet- keine … Weiterlesen Die unehrliche Schreibunlust, die fehlende radikale Ehrlichkeit

Erschrocken in München (oder: Guten Morgen zum Oktoberfest)

Ich bin in München erwacht. Die kalte Dusche schon hinter mir, die mir effektiv die unruhigen Träume von letzter Nacht abgewaschen hat. Heute hätte ich anfangen sollen, auf der Wiesn zu arbeiten. Das letzte Mal war ich vor sechs Jahren in München, da habe ich hier gelebt. Ich bin damals fürs Tanzstudium hergezogen, nach Jahren … Weiterlesen Erschrocken in München (oder: Guten Morgen zum Oktoberfest)

Klangdifferenzen, Interferenzen, Hermannplatz

Hermannplatz. Ich steige um, aus, es regnet draußen, ein Bahnsteig ist gesperrt, alles voll wie der Linsensalat mit zu viel Gemüse, den ich eben aß. Ich verpasse gerade meine Bahn, als meine Sinne, unauffällig in einen schwarzen Kapuzenpullover gehüllt, mich durch die schwarze Menge schiebend, einen Sopran vernehmen. Hier singt jemand. Ich laufe der Stimme … Weiterlesen Klangdifferenzen, Interferenzen, Hermannplatz

War besoffen, sorry

Als ich letztens besoffen war, hab ich dich gegen drei angerufen. Sorry. Morgens konnte ich mich dunkel erinnern und hab dann gesehen, dass wir mehrere Minuten telefoniert haben. Kann mich nicht erinnern, worüber, sorry. Schreib dir am nächsten Tag: Sorry für die nächtliche Belästigung. Du schreibst, ich hätte einfach während des Gesprächs aufgelegt. Ich vermute, … Weiterlesen War besoffen, sorry

Der ehrliche Eintrag

So schnell! Mein Kopf, die Welt, alles dreht sich gleichzeitig und wechselt auch noch ständig die Richtung- kein Wunder, dass einem da schwindlig wird. Es verändert sich etwas. Ich konnte nicht so schnell schreiben, denn ich bin nicht hinterhergekommen; sobald ich anfangen wollte, hat sich schon wieder etwas verändert. Jetzt kurz zwischenzeitlich umgezogen und einen … Weiterlesen Der ehrliche Eintrag

Dialog zweier Liebender (eine Situation gelebter Co-Abhängigkeit)

sie Du gehst-ich will aber, dass du bleibst. Ich habe auf dich gewartet. er Warum? Du weißt, dass das warten auf mich ein hohes Enttäuschungspotenzial hat. sie Es könnte ja dieses Mal anders sein! Ich warte ja auch nicht direkt auf dich. Eher indirekt, eher so, wie schön wäre es denn, wenn du jetzt hier … Weiterlesen Dialog zweier Liebender (eine Situation gelebter Co-Abhängigkeit)

(Part II, nach Hause, Berlin) Das seltsame und ausgesprochen nervenaufreibende Heimkommen

Nachdem ich bemerkt habe, dass auch wenn alles so tut, als sei es wie immer, alle sich wie immer in ihren bequemen Betten umherwälzen und mehr oder weniger leiden, viele mit nur einem Fenster mit Blick in nur eine Himmelsrichtung, aus dem sie immer rausgucken, nachdem ich bemerkt habe, dass sich für mich das alles … Weiterlesen (Part II, nach Hause, Berlin) Das seltsame und ausgesprochen nervenaufreibende Heimkommen